Etappe 1: München – Arzbach

Die erste Etappe meiner Radreise von München nach Venedig führte mich am 3. September 2023 von München nach Arzbach. Bei schönstem Wetter ging es hinaus aus der Stadt, hinein ins bayerische Voralpenland und immer weiter Richtung Alpen. Für den ersten Tag standen 68,27 Kilometer und 492 Höhenmeter auf dem Tacho – ein idealer Auftakt für diese große Reise von der Isar bis an die Lagune von Venedig.

Der offizielle Start der Route München–Venezia liegt nicht direkt am Marienplatz, sondern bei der Zenneckbrücke hinter dem Deutschen Museum. Von dort ist man schnell an der Isar und folgt der Radroute südwärts aus München hinaus. Gerade bei gutem Wetter ist das ein wunderschöner Beginn: noch städtisch, aber schon mit diesem Gefühl, dass hinter dem nächsten Abschnitt die Landschaft weiter und grüner wird.

Die ersten Kilometer rollen angenehm dahin. Die Isar ist dabei ein schöner Begleiter, und nach und nach lässt man den Verkehr und die Enge der Stadt hinter sich. Die Route führt durch das südliche Münchner Umland und weiter Richtung Wolfratshausen. Dieser Abschnitt ist ein perfektes Einrollen: nicht zu schwer, landschaftlich abwechslungsreich und mit immer mehr Voralpengefühl.

Wolfratshausen ist als Flößerstadt bekannt und ein schöner Ort für eine kleine Pause. Wer Zeit hat, kann durch die historische Innenstadt bummeln oder sich auf den Themenwegen etwas mit der Geschichte der Stadt beschäftigen. Besonders passend zur Strecke sind die Bezüge zur Isar und zur alten Flößerei, die hier noch spürbar sind.

Hinter Wolfratshausen wird die Tour noch ländlicher. Die Berge rücken langsam näher, die Landschaft öffnet sich und die Route gewinnt an Charakter. Es ist einer dieser ersten Reisetage, an denen man merkt, dass die eigentliche Alpenüberquerung zwar noch bevorsteht, aber schon in der Luft liegt. Man fährt durch Bayern, aber gedanklich ist Italien bereits irgendwo am Horizont.

Ein besonders schöner Zwischenpunkt ist Bad Tölz. Die Stadt liegt malerisch an der Isar und ist vor allem für ihre historische Altstadt und die Marktstraße bekannt. Für Radreisende ist Bad Tölz ein idealer Ort, um kurz abzusteigen, einen Kaffee zu trinken oder einfach den Blick auf die bemalten Fassaden und die Voralpenkulisse zu genießen.

Von Bad Tölz aus ist es nicht mehr weit bis Arzbach. Die Etappe bleibt angenehm, wird aber landschaftlich noch einmal schöner. Die Nähe zu den Bergen ist nun deutlich zu spüren, und Arzbach liegt ruhig genug, um nach dem ersten Reisetag wirklich anzukommen. Nach knapp 68 Kilometern war das ein gelungener Auftakt: nicht zu hart, aber lang genug, um das Gefühl einer echten Reise zu bekommen.

Besonders schön an dieser ersten Etappe war der Kontrast zwischen Start und Ziel. Am Morgen beginnt man noch in München, einer großen Stadt mit Verkehr, Menschen und urbanem Leben. Am Nachmittag steht man in Arzbach, umgeben von viel Ruhe, bayerischer Landschaft und den Bergen vor Augen. Genau solche Übergänge machen eine Radreise besonders.

Für mich war diese Etappe der perfekte Einstieg in München–Venedig: schönes Wetter, eine gut fahrbare Strecke, erste Höhenmeter und ein Zielort, der schon deutlich nach Alpen klingt. Noch war Italien weit weg, aber der erste Schritt Richtung Süden war gemacht.

Tourdaten

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Sehenswertes und Tipps entlang der Etappe

Wer die Etappe nicht nur als reine Verbindungsetappe fahren möchte, findet unterwegs einige schöne Stopps. In München lohnt sich vor dem Start ein Blick auf das Deutsche Museum oder ein kurzer Abstecher an die Isar. In Wolfratshausen bieten sich die historische Innenstadt, die Themenwege und die Spuren der Flößerei an.

Bad Tölz ist der schönste größere Ort auf dieser Etappe. Die Marktstraße, die Altstadt und die Lage an der Isar machen den Ort zu einem idealen Pausenplatz. Danach wird es ruhiger, grüner und bergiger, bis man schließlich Arzbach erreicht.

Für die Orientierung ist die offizielle Seite des Fernradwegs München–Venezia hilfreich. Sie gibt einen guten Überblick über die gesamte Route von München bis Venedig. Wer digital plant, kann zusätzlich mit Komoot, Outdooractive oder einem GPX-Track arbeiten. Gerade auf längeren Radreisen ist es angenehm, die Strecke vorab offline auf dem Gerät zu haben.

1. Etappe – Bilder